Schießordnung

des Bezirksverbandes "Pellenz", geltend für alle ihm angeschlossenen Bruderschaften.
Sinn und Zweck derselben ist eine einheitliche Ordnung im Schießsport und Schießspiel, um Streitigkeiten und Meinungsverschiedenheiten während eines Schießens weitgehend auszuschalten und damit einen harmonischen Ablauf eines Schießens zu gewähren.

Allgemein

Jede Bruderschaft ist verpflichtet, vor Schießbeginn eine Schießkommission zu bestimmen, bestehend aus zwei Schützen die anderen Bruderschaften (nur Bez. Verband Pellenz) angehören, sowie dem Schießleiter der eigenen Bruderschaft.

Die Entfernung bis zum Ziel soll nicht weniger als 25 Meter und nicht mehr als 50 Meter betragen. Dies gilt nur für das Schießen auf Geld/ Wertadler, Geldsterne und Geldvögel. Die Bruderschaft muss in der Einladung zu der anstehenden Veranstaltung die Entfernung zum Zielpunkt angeben, damit sich der Schütze darauf einstellen kann. ***

Bei dem Schießen auf Geldadler, Geldsterne und Geldvögel können die Bruderschaften die Einschreibelisten 150/30 oder 120/30 Spalten frei wählen. Wertadler werden mit 150-600/30 Listen geschrieben. *****

Preise

Jede Bruderschaft ist verpflichtet, 2/3 der Einnahmen aus Geldvögeln, Geldsternen, Wertadler und Scheibenschießen, an die beteiligten Schützen, sofern sie einen Preis erhalten, auszuzahlen. 1/3 der Einnahmen verbleibt der ausrichtenden Bruderschaft.

Beschaffenheit der Adler

Die Halterung der Teile eines Adlers ( Plätten) müssen aus nicht zu durchschießendem Flacheisen von mindestens 30 mm Breite und 45 mm Länge bestehen. Die Tonplättchen müssen mindestens einen Durchmesser von 30 mm haben. Bei einer Entfernung von 50 Meter sollen die Plätten eine Breite von 40mm und eine Länge von 60 mm haben. Die Tonplättchen sollen bei gleicher Entfernung einen Durchmesser von 40 mm haben. *****
Die Halterung muss so befestigt sein, dass sich bei einem Treffer das zu haltende Teil, leicht vom Rumpf trennt.

Der Rumpf kann entweder aus vollem Holz, oder angesägt, oder durchgesägt und mit maximal zwei Plätten, die o.a. Maße haben müssen, zusammengehalten werden. Wird der Rumpf mit Plätten zusammen gehalten, so müssen diese auf der Vorderseite des Rumpfes mit schwarzen Punkten gekennzeichnet sein. *****

Die Reihenfolge der zu schießenden Pfänder vom Schützen aus gesehen: Krone, Zepter, Apfel, linker Aufsatz, rechter Aufsatz, Kopf, linker Flügel, rechter Flügel, Schweif und Rumpf.

Als abgeschossen gilt ein Teil, wenn es von seiner Halterung (Plätte) abgeschossen ist. Gleichgültig ob es am Boden liegt, am Adler oder an der Stange hängen oder liegen bleibt. Der Rumpf muss von der Halterung gelöst sein. **

Es gilt als abgeschossen, was mit dem bloßen Auge vom Stand des Schützen aSus nicht mehr zu erkennen ist.

Ob noch etwas zu erkennen ist, entscheidet im Zweifelsfall die Schießkommission.

Der betreffende Schütze hat nicht das Recht, sich an Ort und Stelle selbst zu überzeugen. **

Beschaffenheit der Sterne

Die Tonblättchen müssen mindestens einen Durchmesser von 30 mm haben. Wird ein Doppelstern geschossen, so muss der innere Stern deutlich von dem äußeren Stern zu unterscheiden sein.

Die Reihenfolge der zu schießenden Pfänder erfolgt im Uhrzeigersinn, beim Doppelstern erst den kompletten äußeren Kranz und anschließend den inneren Kranz, ausgehend vom Kopfpfand (12 Uhr), Reihenfolge der Geldvögel von links nach rechts. ******

Scheibenschießen

Jedes Scheibenlos kann bis zu 5 Schuss betragen. Die Festsetzung des Lospreises bleibt der jeweiligen Bruderschaft überlassen. Die Anschlagart ist bei allen Schießen beliebig, angestrichen oder aufgelegt, * ohne jegliche Hilfsmittel, wie Bügel, Handstopp oder dergleichen. Der Riemen darf nicht um den Zielpfahl geschlungen werden.

Die Zieleinrichtung kann bestehen aus:

  • offener Visierung
  • Diopter und Adlerauge
  • Diopter mit Optik
  • Adlerauge und Diopteroptik zusammen sind nicht erlaubt.

Ebenso Zielfernrohre jeglicher Vergrößerung. Bei einer Auswertung der Scheiben in der 1/10 Wertung ist das Ergebnis aus den addierten Ringzahlen vorrangig zu berücksichtigen und bei Ringgleichheit dann die 1/10 Wertung entscheidend. D.h. 29 Ringe können keine 30 Ringe schlagen. Dies gilt für alle offiziellen Schießwettbewerben im Pellenzbund. ****

Anzahl der Preise

Die Anzahl der zu bildenden Preise beim Konkurrenzschießen richtet sich Grundsätzlich nach der Anzahl der verkauften Lose. Bei einer Einnahme bis 50 Euro, 6 Preise. Für jede weitere 15 Euro, ein Preis mehr.

Stechen

Haben mehrere Schützen die gleiche Ringzahl, entscheidet die ausrichtende Bruderschaft ob und wie gestochen wird. Ob Deck- oder Folgeserie angewandt wird.

Beim Stechen stehen dem Schützen die Abgabe der Stechschüsse zeitlich frei. Er kann im Anschluss an das Los oder zwischen den Losen stechen, entweder als bezahltes Stechlos oder als nichtbezahltes Stechlos nach dem Schießen. Bei der Wertung des Stechens zählt die Schussfolge (muss von der Auswertung Festgehalten werden).
Beispiel: 10/10/9 ist besser als 10/9/10. Letzteres ist besser als 9/10/10 usw. Bei der Deckserie entscheidet z.B. bei 50 Ringen, wer die meisten 49er oder 48er usw. hat.
Bei der Folgeserie z.B. bei 50 Ringen, das nachfolgende Los. Jede ausrichtende Bruderschaft ist verpflichtet, vor jedem Schießen eine Ausschreibung zu erstellen und an deutlich sichtbarer Stelle auszuhängen.

Erstellt in Mendig, im Februar 1989.

* geändert auf dem Delegiertentag am 25.01.1998 in Kruft
** geändert auf der Bruderratstagung am 17.04.1998 in Alzheim
*** geändert auf dem Delegiertentag am 30.01.2000 in Niedermendig
**** geändert auf dem Delegiertentag am 29.01.2006 in Thür
***** geändert auf dem Delegiertentag am 28.01.2007 in Wehr
****** geändert auf dem Delegiertentag am 27.01.2008 in Alzheim

Bezirksbundesmeister und Bezirksschießmeister

 

 

 

 

   
© Schützen-Bezirksverband Pellenz